Obst- und Gartenbauverein Arheilgen zu Besuch in der Vulkaneifel

Arheilgen (uh) Busfahrer Memo vom Busunternehmen Brückmann chauffierte gut gelaunte Mitreisende des Obst- und Gartenbauverein Arheilgen durch den Natur- und Geopark Vulkaneifel. Eine hügelige Landschaft mit vielen kleinen Flüsschen, artenreichen Mischwäldern und weiten gelbblühenden Wiesenflächen.

Einst war das Gebiet wichtig als Lederhersteller für die roten Schuhe des Papstes, für die Erzgewinnung sowie die Bahnverbindung bis nach Wittlich. Nahe dem Kurort Daun mit seinen  Mineralquellen ist nur noch das „Dauner Viadukt“ aus dieser historisch bedeutsamen Zeit übrig geblieben. Zu Anschauungszwecken hat man eine aus Lavagestein aufgebaute Kirche bzw. eine Scheune nicht abgerissen. Nahe dem Ort Mehren übernahm Albert Schuler die Reiseleitung und vermittelte viel Wissenswertes rund um die heute noch existierenden Maare (Kraterseen), den sogenannten  „Augen der Eifel“. Auf dem Weg zum beeindruckenden „Pulvermaar“ reichte der Blick bis hinüber zum Hunsrück. Zu diesem Teil des Naturschutzgebietes gehören auch der Vulkankegel „Römerberg“ sowie eines der letzten Trockenmoore, das „Strohner  Määrchen“. Waldmeister und Maikraut wachsen hier besonders gut. Vorbei am „Holzmaar“, dem kleinsten Maar, fuhr der Bus nach Deudesfeld zum Hotel „Zur Post“. Gut gestärkt durch ein reichhaltiges Mittagessen wartete die Gruppe in Wallenborn geduldig bis der Kaltwassergeysir, im Volksmund „Brubbel“ genannt, endlich zu sprudeln begann. Entlang der „Deutschen Vulkanstraße“, vorbei an dem „Meerfelder Maar“ und den zwei geschichtsträchtigen Burgruinen von Manderscheid, führte der Weg zu einer 120 t schweren Lavakugel, der größten echten „Lavabombe“. Das einzige existierende Doppelmaar, das „Schalkenmehrener Maar“, besteht aus dem westlichen Maarsee und dem östlichen Trockenmaar. Darum ist es neben dem „Gemündener Maar“ und dem „Weinfelder Maar“ das größte der drei Dauner Maare. Eine kleine Kapelle, die dem heiligen Martin geweiht war, aber aufgrund der Pest im 16. Jahrhundert aufgegeben werden musste, wird daher auch „Pestkapelle“ genannt.

Eine letzte Pause bei Kaffee und Kuchen tat nach dieser Flut von neuen Eindrücken nochmal richtig gut. Die lange Heimfahrt verging danach wie im Fluge. Am Ende waren sich alle Ausflügler einig, gemeinsam einen wunderschönen Tag verbracht zu haben. Danke dafür an Herrn Schuler, Busfahrer Memo, an die OGV-Reiseorganisatorinnen und natürlich an die ganze Reisegruppe.