„Urlaub ist gut fürs Leben.“ Leider geht die schönste Zeit im Jahr
immer viel zu schnell vorbei. Kaum in Arheilgen mit Hicret vom Busunternehmen
Müller-Riedstadt gen nördlichen Gardasee gestartet, ist der OGV Arheilgen nach
sieben wunderschönen Reisetagen auch schon wieder zurück. Mit vielen tollen
Eindrücken und Grappa, Käse, Olivenöl oder Limoncino im Gepäck. Nur das Original
aus Süditalien darf sich Limoncello nennen. Das Sportlerparadies Riva del Garda
verzauberte die Reisegruppe nicht nur mit seiner einzigartigen Promenade sondern
auch mit seiner sehenswerten Altstadt. Es wurde jede freie Minute genutzt, um am
See entlang zu flanieren oder in einer Strandbar zu verweilen. Ein Panoramaaufzug
bringt die Besucher auf ca. 150 m Höhe zum „Bastione“ (=Teil einer Festung), um
das grandiose Panorama zu genießen. Ein Stück weiter oben thront die anmutige
Kapelle „Santa Barbara“. Ariana, im Grunde ihres Herzens eine sehr liebenswerte
Reiseleiterin, erzählte während den einzelnen Fahrten jede Menge Geschichtliches
und Wissenswertes vom oberen Teil des Gardasees. Dort ist ein Ort malerischer als
der andere. Arco, die römische Stadt Trient, Malcesine, Limone, Gardone, um nur die
Wichtigsten zu nennen. Überall konnte man Burgen und Schlösser, eindrucksvolle
Kirchen, historische Gebäude und Brunnen sowie prachtvolle Villen bewundern. Zum
Teil recht steile Gassen und Treppen sowie schön anzusehendes Kopfsteinpflaster
bereiteten jedoch einigen Gästen Probleme. Aber dank der Hilfe der übrigen
Reiseteilnehmer:innen konnten diese Schwierigkeiten überwunden werden. Der
„Naturpark Monte Baldo“, auch „Botanischer Garten Europas“ genannt, liegt
zwischen Gardasee und unterem Etschtal und ist gleichzeitig für sein großes
Vorkommen an Braunbären bekannt. Das landschaftlich beeindruckende Val di
Daone ist berühmt für seine über 130 Wasserfälle. Ein Höhepunkt war in Gardone
der Besuch des „Botanischen Gartens“ mit vielen seltenen Pflanzen, ergänzt durch
moderne Skulpturen der André-Heller-Stiftung. In Limone findet man den
berühmtesten Zitronengarten mit terrassenförmig angelegten Gewächshäusern.
Zudem stellten einst Adelsfamilien aus dem Trentino den Papst, Kardinal oder
Bischof und erlangten so hohes Ansehen und politische Macht. Viele Berühmtheiten
wie Goethe, Kafka oder Thomas Mann prägten das kulturelle Erbe der Region.
Entlang der sogenannten „Romantischen Straße“ kann man am Ledrosee noch
heute die Pfahlbauten der ersten Ansiedlungen bestaunen. Von den 300 Seen sind
besonders der Smaragdsee „Lago di Tenno“, der Bergsee „Lago di Toblino“ sowie
der mehrfach ausgezeichnete „Lago di Molveno“ zu nennen. Einmal überquerte der
Bus eine wilde, unberührte Schlucht auf der sogenannten „Teufelsbrücke“.
Aufgelockert wurde das stramme Programm durch eine Limoncinoprobe, die Führung
in einer Molkereigenossenschaft sowie die Verkostung in einer Agrargenossenschaft.
Sogar die Filmindustrie nutzte die spektakulären Serpentinenstraßen mit ihren
zahlreichen Felstunneln, um hier einen James-Bond-Film zu drehen. Eines der
diesjährigen Etappenziele des „Giro d’Italia“ ist im Trentino das Bergdorf Andalo.
Auf der Heimfahrt besuchte die Gruppe kurz das erste und einzige Museumsgelände
entlang einer italienischen Autobahn, das Plessi-Museum an der ehemaligen
Zollstation am Brennerpass. Alles in allem eine anstrengende, aber rundum
gelungene Fahrt des OGV Arheilgen. Grazie mille an Busfahrer Hicret für seine
souveräne Fahrleistung, an Dieter Wenz für seine „Parkhilfe“, an Ariana für die gute
Reiseleitung, an Doris Petry und Else Hundsdorf von der OGV-Reiseorganisation
und zu guter Letzt an alle Mitreisenden für ihre Geduld und Rücksichtnahme. Den in
diesen Tagen leider Erkrankten weiterhin gute Besserung.





